| Der Tegernsee von Tegernsee (Ort) aus betrachtet |
Unsere erste Wanderung führt uns zum Riederstein. Aufstieg im Alpbachtal beim Ort Tegernsee. Zunächst geht es den nach den Regenfällen der vergangenen Tage laut plätschernden Alpbach entlang. Wir sind nicht die einzigen. Viele Wanderer sind in kleinen Gruppen, zu zweit oder auch alleine unterwegs, auffallend viele Jugendliche und junge Familien.
| Der Alpbach - gut gefüllt für August |
Nach einer guten Stunde, in der es steil bergauf ging, öffnet sich auf einmal die Aussicht auf ein tolles Bergpanorama.
| Groß und mächtig - schicksalsträchtig: Der Wallberg |
| Uff! |
Hier befindet sich - dem Himmel sei Dank! - der Berggasthof Galaun. Wir stärken uns mit einem Bier und einer Brezel.
| Es ist warm, es ist anstrengend - da kommt diese Inschrift gerade recht |
| Wer hier zuschlägt - und die Verführung ist groß - schafft den Gipfel nicht mehr! |
Auf dem Gipfel des Riedersteins befindet sich eine kleine Kapelle. Drumherum sind einige Bänke aufgestellt, sehr angenehm nach dem anstrengenden Aufstieg. Die größte Bank nun wurde von einer Gruppe junger Leute vollständig belegt, weil sie auf der Bank ihr Essen ausbreiteten und dort nun anfingen ihr Picknick zu veranstalten. Viele Wanderer kamen und gingen nach einer Weile wieder, sie konnten sich nicht hinsetzen, weil diese Gruppe sich völlig ungeniert dort ausbreitete.
Die Jugend von heute oder einfach nur rücksichtslos?
| Unten der Berggasthof und der Tegernsee |
Ansonsten war es eine tolle Wanderung mit herrlicher Aussicht auf den See und auf die Berge.
Es war für uns natürlich auch ein Test, wie es mit unserer Kondition bestellt ist. Nun, es war anstrengend, aber wir haben es gut geschafft. Die Knie haben gehalten. Nur bei Stefan haben sich die Sohlen von den Bergschuhen gelöst. Sie schlappten zum Schluß ganz lose herum, so dass Vera sie mit dem Taschenmesser abschnitt.
| Abstieg: Gleich haben wir es geschafft. Die Segelboote sehen putzig aus. |
Unten im Tal haben wir noch Essen eingekauft und sind in ein Schuhgeschäft gegangen. Dort meinte der Verkäufer, dass er das öfter erleben würde. Bei Schuhen, die so 10-15 Jahre alt seien, würde sich der damals verwendete Kleber, der die Sohle mit dem Schuh verbindet, lösen. Die alten, haltbaren Kleber wurden aus ökologischen Gründen verboten und durch die jetzigen ersetzt, die vielleicht ökologischer sind, aber sich nach einigen Jahren auflösen.
Nun ja, der neue Schuh kostete 189 Euro. Wenn er 10 Jahre hält, wären das 19 Euro im Jahr meinte der Verkäufer lapidar.
Wir vespern auf dem Balkon, als ein Gewitter aufkommt. Es kracht und donnert ordentlich. Herrlich so ein Gewitter, wenn man im Trocknen sitzt, Salami, Andechser Käse, aufgeschnittene Tomaten und Paprika auf dem Teller liegen, dazu ein sehr leckeres Stangenbrot und ein guter Zweigelt.
Mittagsschlaf.
Dann Telefonat mit USA. Tante Hennie hat Geburtstag. Käfer und Lilly sind auch da. Sie können uns erzählen, wer in Rottach wo wohnt und schwelgen in Erinnerungen. Es ist, als ob sie um die Ecke wohnten und nicht 8000 Kilometer entfernt.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen